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Ganz nach oben am Riebeckplatz

Ganz nach oben am Riebeckplatz geht es bis zum Jahr 2023, denn 75 Meter hoch soll das neue Hotel- und Bürogebäude sein. Eine städtebauliche Dominante, das höchste Gebäude der Stadt. Rötlich soll die Fassade des Hochhaus-Turmes schimmern, der südostlich des Riebeckplatzes am sogenannten „grünen Hügel“ gebaut wird, direkt am Busbahnhof. Im Haus sind ein Vier-Sterne-Hotel, Büros und Konferenzzonen, aber auch eine grüne Dachterrasse sowie eine Sky-Bar geplant. Auch ein am Bahnhof dringend benötigtes, großes Fahrradparkhaus soll entstehen.

Dachterrasse und Skybar – so soll es ganz oben auf dem neuen Büro- und Hotelgebäude am Riebeckplatz aussehen.

Erst vor wenigen Monaten hat das von Papenburg errichtete niu-Hotel am Riebeckplatz, am Eingang der Leipziger Straße, eröffnet. Und nun ein weiteres Hotel am Bahnhof, am Riebeckplatz? Noch in diesem Jahr möchte die hallesche Günter Papenburg Hochbau GmbH jedenfalls den symbolischen Spatenstich für das ehrgeizige Immobilienprojekt setzen. 2023 soll das Gebäude stehen, das aus dem „Turm“ und einem Sockelbau besteht und an ein großes „L“ erinnert.

Wie das Äußere des Neubaus aussehen soll, darüber herrscht nun Klarheit: Investor Papenburg hat eigens einen Gestaltungswettbewerb ausgelobt, der im Februar dieses Jahres beendet wurde. Ein solcher Wettbewerb dient dazu, durch die Vielzahl der beteiligten Entwürfe und Planungsbüros eine möglichst hohe gestalterische Qualität zu erreichen.

Mit Wettbewerb wurde Stadtratsbeschluss umgesetzt

Einen solchen Architektenwettbewerb durchzuführen war bereits im Rahmen des Verkaufs der Grundstücke im Juli 2018 eine Forderung des Stadtrates. Insgesamt zehn Architekturbüros aus Halle, Leipzig und Berlin wurden an dem Wettstreit für das Großprojekt am Riebeckplatz beteiligt. Zur Jury unter der Leitung der Präsidentin der Bundesarchitektenkammer, Barbara Ettinger-Brinckmann, gehörten unter anderem Prof. Barbara Engel vom Gestaltungsbeirat der Stadt, der hallesche Architekt Thomas Dietzsch, der Beigeordnete für Stadtentwicklung und Umwelt, René Rebenstorf, sowie der Vorsitzende des Planungsausschusses des Stadtrates, Christian Feigl.

Der Teilbereiche wurden im Wettbewerb beurteilt

Das Preisgericht des Wettbewerbs hatte die eingesandten Beiträge in drei Teilbereichen zu beurteilen. Erstens die Fassadengestaltung des Hotel- und Bürogebäudes mit dem Fahrradparkhaus. Zum Sieger im Fassaden-Teil wurde der Entwurf der Berliner Architekten von KSP Jürgen Engel gekürt. Demnach soll die Fassade des Hochhauses durch aufgesetzte Lisenen, also vertikal verlaufende Bänder, fein gegliedert werden.

Zum Sieger im Fassaden-Teil wurde der Entwurf der Berliner Architekten von KSP Jürgen Engel gekürt. Demnach soll die Fassade des Hochhauses durch aufgesetzte Lisenen, also vertikal verlaufende Bänder, fein gegliedert werden.

Bronzeblech mit einer gebürsteten Oberfläche wird für alle geschlossenen Bereiche verwendet. Das rötlich wirkende Blech hat einen spiegelnden Effekt, der für eine leichte Erscheinung sorgt. Die Lisenen erstrahlen in Weiß mit einer glasierten Oberfläche, sie stehen als Kontrast zur Metallhaut.

Dachbegrünung und verglaster Wintergarten

Im zweiten Wettbewerbsthema, der Dachbegrünung, hat der Entwurf der Leipziger HPP Architekten GmbH die Jury am meisten überzeugt. Der Turm erhält eine „grüne“ Krone: Ein verglaster Wintergarten umgibt in der 18. Etage das Restaurant mit der Sky-Bar. Der Wintergarten erstreckt sich durchgängig von Geschoss 17 mit der Küche bis zur obersten 19. Etage mit der Gebäudetechnik. Zudem ist auf der sechsten Etage, auf dem Sockelbau ein grüner Dachgarten mit Sitzen für die Hotelgäste vorgesehen. Neben Bäumen und Sitzbereichen sollen dort auch Hochbeete mit Kräutern für die Restaurantküche angelegt werden.

Dachgarten und Skybar. Der Entwurf der Leipziger HPP Architekten GmbH die Jury am meisten überzeugt.

Gestaltung der Freiflächen

Fakt ist: Durch den Hotel-Büro-Komplex wird sich das Aussehen des Platzes zwischen Busbahnhof, Rondell und dem Bahngleis-Tunnel des Hauptbahnhofes radikal verändern. Auch der Platz vor dem Hotel soll eine deutlich größere Aufenthaltsqualität erhalten. Die Gestaltung des öffentlichen Raumes um den Neubau war das dritte Thema des Gestaltungswettbewerbes.

Bei dieser Freiflächen-Gestaltung prämierte die Jury den Entwurf der Schönborn Schmitz Architekten aus Berlin. Sie schlagen vor, um das Gebäude Ginkgo-Bäume zu pflanzen, die für schattige Aufenthaltsbereiche sorgen. Um die neue Nord-Süd-Verbindung zwischen Bahnhof und Rondell des Riebeckplatzes zu stärken, wird der Hang nach Norden mit Treppen durch das Innere des Konferenzhotels ergänzt. Die jetzige Freitreppe zwischen Busbahnhof und Rondell verschwindet.

Bei der Freiflächen-Gestaltung prämierte die Jury den Entwurf der Schönborn Schmitz Architekten aus Berlin.

 

Gleichzeitig verändern neue Aufenthaltsbereiche und begrünte Pflanzinseln das Areal. Zum dritten Aufgabenteil gehörte auch die Beplanung des Areals auf der anderen Seite der Delitzscher Straße: Auf der Nord-Ost-Seite des Riebeckplatzes, auf dem Parkplatz an der Voßstraße, plant die Firma Papenburg bereits den Neubau eines weiteren Bürokomplexes. Denn mit den jüngsten Ansiedlungen ist die derzeitige Bürofläche am Riebeckplatz praktisch vermietet. Ziel des Wettbewerbs war es, einen gelungenen Übergang vom Riebeckplatz zur Innenstadt zu schaffen und den mit den jüngsten Ansiedlungen ist die derzeitige Bürofläche am Riebeckplatz praktisch vermietet.

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